Bill Muller, der 2004 verstarb, stellte eine Reihe sehr hoch entwickelter Motoren her, der neuste, den er produziert hat, sorgte für 400 Ampere Ausgangsleistung an einem 170V-Netzteil und für 20 Ampere an einem 2V-Netzteil mit Ansteuerungsstrom. Die Geräte haben beide Ihre eigene Antriebskraft und produzieren eine elektrische Leistungsabgabe. Bills Geräte wiegen so ca. 90 Kilo und es braucht sehr starke Magneten aus Neodym-Eisen-Bor, welche teuer sind und leicht ernsthafte Verletzungen hervorrufen können, wenn sie nicht nicht vorsichtig behandelt werden. Interessant zu wissen ist, dass Ron Classen Details zu seinem Nachbau des Muller Motors veröffentlicht und sagt, dass er bereits ca. 3000 US-Dollar in seine Konstruktion investiert hat und jetzt schon eine Ausgangsleistung erreicht, die 170% der Eingangsleistung entspricht. Ronald sagt, dass die Erhöhung des Abstands zwischen Rotor und Stator um nur einen Millimeter den Eingangsstrom und die Stromabgabe um 10 Ampere erhöht. Das Potential dieser Maschine ist also noch 10-mal größer, als von ihm bisher ausgereizt. Ronald hat die zu wechselnden Teile bisher noch nicht ausgetauscht, da die Kosten dafür sehr hoch sind. Seine Konstruktion sieht wie folgt aus:

Der Muller Motor hat viel gemein mit Robert Adams Impuls-Dauermagnet-Motor. Beide nutzen einen Rotor der Dauermagneten enthält. Beide geben ihren Elektromagneten zu einem exakten Zeitpunkt einen Impuls, damit das maximale Rotor-Drehmoment erreicht wird. Beide haben Aufnahme-Spulen für den elektrischen Output. Dennoch sind da bedeutende Unterschiede. Bill Mullers Spulen sind in einer ungewöhnlichen Art gewickelt, wie weiter unten zu sehen. Er positioniert seine Rotor-Magneten dezentral im Verhältnis zu den Stator-Spulen. Seine Spulen arbeiten in Paaren, die in einer Reihe installiert sind. Auf jeder Rotorseite gibt es eine solche Reihe. Er hat eine ungrade Zahl an Spulen und eine grade Zahl an Dauermagneten. Seine Magneten sind mit abwechselnder Polarität aufgestellt: N, S, N, S…
Um das System leichter zu verstehen, zeigt die Abbildung unten nur 5 Spulen-Paare und 6 Dauermagneten, in der Realiät wird eine größere Anzahl von Magneten verwendet, durchschnittlich 16 Magneten.



Wenn Wechselspannung verwendet wird, könnte die Antriebsverdrahtung wie hier gezeigt aussehen:

Wenn das ganze auf fünf Spulen-Paare übertragen wird, sieht es so aus:

Wird Gleichstrom verwendet, dann könnte der Aufbau so aussehen:


Das ist eine ungewöhnliche Anordnung, die noch eigenartiger wird durch den Fakt, dass der Impuls von den selben Spulen gegeben wird, die auch für die Stromgenerierung verwendet werden. Der Antriebsimpuls wird an jede nachfolgende Spule gesendet, bei 5 Spulen macht das eine Antriebesequenz von 1,3,5,2,4,1,3,5,3,4… Für diese Operation ist Spule 1 von der Stromgenerierung getrennt und bekommt einen kurzen, starken Wechselstrom-Impuls. Das treibt die Drehung des Rotors an. Nun wird Spule 1 wieder an den Vorgang der Stromgenerierung angeschlossen und Spule 3 gibt den Impuls. Dies wird für jede zweite Spule wiederholt, unbegrenzt, was ein Grund dafür ist, warum es eine ungerade Zahl an Spulen gibt. Die folgende Tabelle zeigt, wie der Antrieb funktioniert:

Es ist unabkömmlich, dass Neodym-Eisen-Bor-Magnete für dieses Gerät genutzt werden, da diese 10-mal mehr Kraft besitzen als die üblichen Magnet-Typen. Bill nutzte 16 Magnete, in dem 30 bis 50 MegaGaussOerstedt Energiedichte-Bereich, der in China hergestellt wurde, behielten diese ihre magnetische Kraft ohne Abschwächungen für 8 Jahre. Die Abstand zwischen den Spulen und den Magneten ist 2 mm. Bill nutze einen Computerchip, um die Schaltsequenz zu generieren und Ronald Classen, der ein Experte bei diesen Systemen ist, zeigte auf, dass das Impuls-System ausgerichtet wird, wenn sich die Motorgeschwindigkeit erhöht. Dieser Wechsel ist nicht so leicht. Wenn die Geschwindigkeit der Rotation Ihren Höhepunt erreicht, werden bei einem 16-Magnet-Rotor nur 3 der Magnete mit Spulen-Impulsen angetrieben. Während einer Umdrehung werden nur drei Elektromagneten mit einem gleichzeitigen Impuls angetrieben. Dieser Impuls dauert länger als die Impulse, die den Rotor aus seiner Ausgangsposition beschleunigt haben.
Der Ausstoß jeder Spule durchläuft eine Ganzwellenbrücker, um Gleichstrom zu erhalten, bevor er zum Ausstoß der anderen Spulen hinzugefügt wird. Ein typischer Muller-Motor würde 16 Magnete und 15 Spulenpaare enthalten. Die soliden Spulenkörper werden aus amorphem Metall herstellt und sind 50 mm (2 Zoll) im Durchmesser und 75 mm (3 Zoll) lang. Bill nutzte einen speziellen Mix aus “schwarzem Sand” (vermutlich Magneteisenstein-Körnchen) umhüllt von Epoxidharz, aber eine Alternative dazu soll harter Stahl sein – je härter, je besser. Das Kernmaterial der Spule soll sehr wichtig sein und dessen Konstruktion muss frei von Hysterese-Strömungen bleiben. Die Spulen sind aus #6 AWG (SWG
oder #8 AWG (SWG 10) gewickelt und in einer ungewöhnlichen Art geformt, wie hier zu sehen:

Die Drehungen der Wicklung sind alle in der gleichen Richtung. Die erste Schicht hat 14 Drehungen, die nächsten beiden haben je 9 und die letzten 4 Schichten jeweils 5, was insgesamt 52 Drehungen ergibt. Die Spulen werden als Paare genutzt und in einer Reihe verbunden, mit dem einen Teil des Paares auf der gegenüberliegenden Seite des Rotors und dem anderen Teil des Paares auf der anderen Seite, wie in den Abbildungen zu sehen. Die Art, wie die Spulen mit dem Stator verbunden sind, ist nicht ganz sicher. Das dünne Ende der Spule zeigt auf die Rotor-Magneten. Die Aufnahme-Spulen sind nicht in der Abbildung zu sehen, aber an beiden Statoren platziert, immer dort, wo keine Antriebsspule ist.
Der Rotor ist aus nicht-magnetischem Material hergestellt und dreht sich mit ca. 3.000 Umdrehungen pro Minute. Dieses Gerät hat eine potentielle Ausgangsleistung von 35KW, wenn es in der Größe wie beschrieben hergestellt wird, was einen Durchmesser des Rotors von 660 mm und Magneten auf einem Kreis von 570 mm entspricht. In dem Beispiel, in dem 35KW-Leistung erreicht werden, wurden nur fünf der angedachten dreißig Paare von Aufnahmespulen verwendet. Die Ausgangsleistung entspräche vermutlich 400 Pferdestärken, wenn alle 30 Aufnahmespulen genutzt würden. Diese Vorhersagen müssen aber erst durch Beispiele belegt werden. Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie mit dieser Art von Bestandteilen arbeiten. Nur wenige Menschen können ein Gerät dieser Art selbst heben, es ist empfohlen einen elektronischen Lift dafür zu verwenden. Es kann natürlich auch kleiner konstruiert werden, was einen geringeren elektrischen Output zu Folge hat.
Es kann gefährlich sein, solch starke Magnet zu benutzen. Haben Sie solch einen z.B. in der Hand und nähern Sie sich einem lockeren Stahl-Objekt, kann Ihre Hand zwischen Magnet und Stahlobjekt gefangen werden. Seien Sie also vorsichtig, um Verletzungen zu vermeiden.