Privatpersonen
Aufgrund von Kürzungen und Reformen bei der Sozialversicherung trägt der Einzelne bei der Altersvorsorge, bei der Kranken- und Pflegeversicherung und bei der Vermögensabsicherung mehr und mehr Eigenverantwortung.
Immer häufiger wird es notwendig, seine Rechte einzuklagen, wobei auch die Kosten für einen Anwalt und für den Gerichtsprozess von der Einzelperson nicht mehr getragen werden können. Zudem können Naturkatastrophen, Wohnungsbrände und Einbrüche hohe Schäden an Gebäuden und Haushalten verursachen. Hier ist es meist kaum möglich, solche Schäden in Eigenverantwortung zu tragen.
Sinnvoll ist es daher, sich einer Versicherungsgemeinschaft anzuschließen, die in solchen und anderen kleineren oder größeren Notfällen einspringt. Schwierig dabei ist es jedoch, die passende Versicherung zu finden. Viele Verträge sind überteuert oder undurchsichtig und führen so oftmals zu einer Über- oder Unterversicherung. Es gilt also, die Versicherung zu finden, die den individuellen Bedürfnissen entspricht.
Unternehmer
So hat etwa ein Unternehmen ganz andere Ansprüche an eine Versicherung als ein Privathaushalt. Jedes Unternehmen, ob produzierendes Gewerbe, Handel oder Handwerk in Elektro-, Metall- oder Baugewerbe hat ganz spezifische Risiken, die abgesichert sein müssen. Unternehmen müssen vor allen Dingen Risiken in den Bereichen Arbeitsrecht und Inkasso, Haftung und Schadenabwehr, aber auch Naturkatastrophen wie Feuer und Sturm tragen. Wichtig ist dabei, eine Versicherung zu finden, die möglichst auf die jeweilige Branche und Dienstleistung spezialisiert ist.
Beamte
Auch wer Beamtenstatus besitzt oder Angestellter im öffentlichen Dienst ist, muss sich zunehmend selbst um eine ausreichende Versicherung kümmern, da Pensionen gekürzt werden, die Leistungen der Beihilfe immer mehr an die der gesetzlichen Krankenkassen anpasst werden und auch bei Dienstunfähigkeit der Schutz vor den finanziellen Folgen nicht ausreichend ist. Neben dem Schutz des Vermögens ist gerade für Beamte eine gute Rechtsversicherung besonders wichtig, da sonst die Pension bedroht sein kann.
Kinder
Kinder benötigen einen ganz besonderen Versicherungsschutz. Nicht immer kann man so gut auf den Nachwuchs aufpassen wie man gerne würde und kleine Unfälle sind schnell passiert. Aber auch größere Unfälle können passieren und müssen ausreichend abgesichert sein.
Mit den Kindern wachsen auch ihre (materiellen) Bedürfnisse: der Führerschein, das erste eigene Auto, die erste Wohnung gehören zum Erwachsenwerden. Des Weiteren muss die Zukunft der jungen Erwachsenen mit Berufsausbildung, Studium etc. sicher gestellt werden.
Auszubildende
In der Ausbildung wird das erste Geld verdient, mit dem ersten Geld geht auch die erste Eigenverantwortung einher. Denn wer in jungen Jahren anfängt vorzusorgen, der hat es im späteren Leben um einiges leichter. Im Bereich der Altersvorsorge hat der Zinseszins-Effekt eine großartige Wirkung, auch schon mit kleinen Sparraten.
Mit dem Start einer Berufsausbildung ist die erste und auch wichtigste Entscheidung fürs Leben getroffen worden, denn die nächsten 40 Jahre seines Lebens wird man mit diesem Beruf verbringen, sich weiterbilden und die Karriereleiter aufsteigen. In den ersten Jahren haben Auszubildende in gesetzlichen Rentenversicherung eine fünfjährige Wartezeit auf Erwerbsminderungsrente. Private Versicherungen haben diese Versorgungslücke erkannt und besondere Angebote für Auszubildende entworden.
Je nach Lebenssituation sind Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung über die Eltern geregelt. Doch wenn ein Auszubildender bereits einen eigenen Haushalt führt oder eine zweite Ausbildung oder ein Studium beginnt, sollte über diese Versorgungen gesprochen werden.